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1. Piagets Theorie
Nach Piaget besteht die kognitive Entwicklung aus vier Hauptstadien. Diese werden eingeteilt in das sensomotorische Stadium, das präoperationale Stadium, das Stadium der konkreten Operationen und das Stadium der formalen Operationen.
1-1. Sensomotorisches Stadium
Piaget beobachtete seine drei Kinder – Laurent, Lucienne und Jacqueline – sorgfältig und dokumentierte detailliert, wie sich das Denken von Säuglingen entwickelt. Die wichtigsten Merkmale des sensomotorischen Denkens sind die Integration von Wahrnehmung und Bewegung sowie das Fehlen symbolischen Denkens.
Das sensomotorische Stadium umfasst die ersten zwei Lebensjahre. In dieser Phase verbessert sich die Fähigkeit des Kindes erheblich, Wahrnehmung und Bewegung zu koordinieren und zu integrieren.
Zu Beginn dieses Stadiums handelt das Kind hauptsächlich auf der Grundlage angeborener Reflexe. Gegen Ende des zweiten Lebensjahres entwickelt es jedoch die Fähigkeit zu ersten symbolischen Repräsentationen.
Im Gegensatz zu den späteren Stadien wird das sensomotorische Stadium in sechs Unterstufen unterteilt. Jede dieser Unterstufen ist durch eine qualitative Veränderung der sensomotorischen Organisation gekennzeichnet:
- Reflexe
- Primäre Kreisreaktionen
- Sekundäre Kreisreaktionen
- Koordination sekundärer Kreisreaktionen
- Tertiäre Kreisreaktionen
Übergang zu symbolischem Denken
1-2. Präoperationales Stadium
Piaget verwendete den Begriff „präoperational“, um den kognitiven Entwicklungsstand von Kindern im Vorschulalter zu beschreiben. Dieses Stadium umfasst ungefähr das Alter von zwei bis sieben Jahren.
In dieser Phase entstehen stabile Vorstellungen, und das Kind entwickelt erste innere Repräsentationen. Das Denken ist zunächst stark egozentrisch, nimmt jedoch im Verlauf des Stadiums ab.
Der Begriff „Operation“ bezeichnet eine verinnerlichte, reversible geistige Handlung. Im präoperationalen Stadium sind solche logischen Operationen noch nicht vollständig entwickelt.
Dieses Stadium wird in zwei Teilphasen unterteilt:
a) Symbolische Funktion (ca. 2–4 Jahre)
Kinder erwerben die Fähigkeit, nicht unmittelbar wahrnehmbare Objekte mental darzustellen. Diese Fähigkeit wird als symbolische Funktion bezeichnet. Sie zeigt sich beispielsweise im Zeichnen, in der Sprache und im Rollenspiel.
Typisch für diese Phase sind:
- Egozentrismus: Kinder können ihre eigene Perspektive noch nicht klar von der Perspektive anderer unterscheiden.
- Animismus: Leblosen Objekten werden lebendige Eigenschaften zugeschrieben (z. B. „Der Stein ist böse auf mich“).
b) Intuitives Denken (ca. 4–7 Jahre)
Kinder wirken in ihren Urteilen oft sehr überzeugt, können jedoch ihre Antworten nicht logisch begründen. Ihr Denken ist stark von der Zentrierung geprägt – sie konzentrieren sich auf ein einzelnes Merkmal einer Situation.
Ein zentrales Merkmal ist das noch fehlende Verständnis der Erhaltung. Kinder erkennen noch nicht, dass sich bestimmte Eigenschaften (z. B. Menge, Masse oder Volumen) nicht verändern, auch wenn sich die äußere Form verändert.
Außerdem fehlt ihnen die Fähigkeit zur mentalen Reversibilität, also zur gedanklichen Rückgängigmachung einer Handlung.
1-3. Stadium der konkreten Operationen
Dieses Stadium beginnt etwa im Alter von sieben bis acht Jahren. Kinder entwickeln nun die Fähigkeit zu logischen Operationen, die sich jedoch auf konkrete und anschauliche Inhalte beziehen.
Im Gegensatz zum präoperationalen Stadium können Kinder nun mehrere Merkmale gleichzeitig berücksichtigen (Dezentrierung).
Ein zentrales Merkmal ist das Verständnis der Konservierung. Kinder erkennen nun, dass Eigenschaften wie Anzahl, Länge, Masse oder Volumen trotz äußerer Veränderungen konstant bleiben.
Die Reihenfolge des Erwerbs der Erhaltungsleistungen verläuft typischerweise von Anzahl und Länge über Flüssigkeitsmenge und Masse bis hin zu Gewicht und Volumen.
Weitere wichtige Fähigkeiten sind:
- Klassifikation: Objekte können in Gruppen und Untergruppen eingeordnet werden.
- Seriation: Gegenstände können nach quantitativen Merkmalen (z. B. Länge) geordnet werden.
- Transitivität: Logische Beziehungen können aufeinander bezogen werden (z. B. wenn A > B und B > C, dann A > C).
Trotz dieser Fortschritte bleibt das Denken auf konkrete Situationen beschränkt. Abstrakte und hypothetische Überlegungen sind noch nicht vollständig möglich.
1-4. Stadium der formalen Operationen
Mit Beginn der Pubertät (ca. 11–15 Jahre) entwickelt sich das formale Denken. Jugendliche sind nun zu abstraktem, hypothetischem und systematischem Denken fähig.
Sie können:
- über Möglichkeiten nachdenken, nicht nur über reale Situationen
- Hypothesen bilden und systematisch prüfen
- logische Schlussfolgerungen unabhängig von konkreten Erfahrungen ziehen
Das Denken wird zunehmend abstrakt, idealistisch und selbstreflexiv. Jugendliche reflektieren ihre eigenen Gedanken sowie die Gedanken anderer und setzen sich mit sozialen und moralischen Fragestellungen auseinander.
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