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1. Gefühle und Intentionen

Kinder zwischen zwei und drei Jahren beginnen, einfache mentale Zustände anderer Menschen zu verstehen. Allerdings können sie zunächst nur auf einer grundlegenden Ebene erfassen, wie Verhalten mit inneren Zuständen zusammenhängt.

Das Verständnis der Beziehung zwischen Intention und Handlungsergebnis setzt voraus, dass das Kind mentale Zustände als Repräsentationen begreift. Diese Fähigkeit entwickelt sich in der Regel erst ab etwa vier Jahren.

Eine Intention ist der Versuch, ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Das tatsächliche Ergebnis kann jedoch vom ursprünglich Beabsichtigten abweichen. Mit anderen Worten: Nicht jedes Handlungsergebnis entspricht der ursprünglichen Absicht.

Erst wenn Kinder verstehen, dass eine vorgestellte Situation von der tatsächlich eingetretenen Situation abweichen kann, sind sie in der Lage, zwischen beabsichtigten und unbeabsichtigten Handlungen zu unterscheiden.

Nach Astington (1991) gelingt die sichere Unterscheidung zwischen absichtlichen und zufälligen Handlungen erst ab etwa vier Jahren.

Vierjährige Kinder zeigen noch Unsicherheiten in dieser Differenzierung, während Kinder ab etwa fünf Jahren zunehmend verstehen, dass etwas unbeabsichtigt oder zufällig geschehen kann.

Das Verständnis mentaler Zustände umfasst somit nicht nur das Wissen über einzelne Begriffe wie „Wunsch“ oder „Glaube“, sondern ein grundlegendes Verständnis dafür, dass Verhalten durch innere Zustände gesteuert wird.

2. Die Theorie des Geistes bei Kindern

Die „Theory of Mind“ von Kindern ist zunächst weniger differenziert als die von Erwachsenen.

Die Entwicklung des Verständnisses mentaler Zustände kann als eine Veränderung der kindlichen Alltagstheorie über menschliches Verhalten verstanden werden. Kinder entwickeln schrittweise ein Modell darüber, wie Wünsche, Überzeugungen und Gedanken Verhalten beeinflussen.

Die Fähigkeit, mentale Zustände zu erkennen und ihre Funktion zu verstehen, ist eine zentrale Voraussetzung für gelingende soziale Interaktion. Ohne das Verständnis von Absichten, Überzeugungen oder Gefühlen anderer Menschen wäre ein funktionierendes soziales Zusammenleben kaum möglich.

Das Defizit im Verständnis mentaler Zustände spielt auch eine wichtige Rolle bei der Erklärung von Autismus. Autismus ist unter anderem durch Beeinträchtigungen im sozialen Bereich gekennzeichnet.

Zu den drei zentralen Merkmalen zählen:

  • Schwierigkeiten im Aufbau sozialer Beziehungen
  • Kommunikationsstörungen
  • stereotype und repetitive Verhaltensweisen

Bei vielen Kindern mit Autismus zeigt sich eine eingeschränkte Fähigkeit, mentale Zustände anderer zu verstehen, was ihre sozialen und kommunikativen Schwierigkeiten teilweise erklärt.

Allerdings treten Kommunikationsprobleme auch bei anderen Entwicklungsstörungen auf, sodass verschiedene theoretische Perspektiven zur Erklärung herangezogen werden.

3. Wellmans Theorie

Nach Wellman (1990) wird menschliches Verhalten wesentlich durch Wünsche (desires) und Überzeugungen (beliefs) bestimmt.

Wenn jemand sagt: „Ich möchte Eis essen“, geht er in ein Geschäft, in dem Eis verkauft wird, weil er glaubt, dass es dort Eis gibt. Dieses Zusammenspiel von Wunsch und Überzeugung steuert das Verhalten.

Für Erwachsene erscheint es selbstverständlich, dass Verhalten durch Wünsche und Überzeugungen beeinflusst wird. Kinder entwickeln dieses Verständnis jedoch schrittweise.

Wellman beschreibt einen Entwicklungsprozess, in dem sich das Verständnis mentaler Zustände qualitativ verändert.

Dreijährige Kinder erklären Verhalten häufig überwiegend auf der Grundlage von Wünschen. Sie erkennen zwar, dass Menschen unterschiedliche Wünsche haben können, berücksichtigen jedoch Überzeugungen noch nicht systematisch.

Ein zentrales Merkmal in diesem Alter ist, dass Kinder die repräsentationale Natur von Überzeugungen noch nicht vollständig verstehen. Sie begreifen noch nicht klar, dass eine Überzeugung falsch sein kann.

Erst im Alter von etwa vier Jahren beginnen Kinder, Verhalten primär unter Berücksichtigung von Überzeugungen zu erklären. Sie verstehen nun, dass Menschen auf der Grundlage dessen handeln, was sie glauben – auch wenn dieser Glaube nicht mit der Realität übereinstimmt.

Dieses Entwicklungsniveau wird häufig als „Belief Psychology“ bezeichnet.

Mit diesem Schritt erwerben Kinder die Fähigkeit zum Verständnis falscher Überzeugungen (false belief). Sie erkennen, dass eine Person eine Überzeugung haben kann, die von der objektiven Realität abweicht, und können auf dieser Grundlage Verhalten vorhersagen und erklären.

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